Was bedeutet WCAG 2.2 AA konkret?
Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der weltweit anerkannte Standard für barrierefreie Websites. Sie wurden vom W3C entwickelt und definieren, wie Inhalte gestaltet sein müssen, damit auch Menschen mit Seh-, Hör-, Motorik- oder kognitiven Einschränkungen sie nutzen können.
Warum WCAG existiert: Eine Website, die für Menschen mit Einschränkungen unzugänglich ist, schliesst sie vom digitalen Alltag aus: Banking, Behördengänge, Einkaufen, Information. WCAG definiert messbare, technische Kriterien, damit Barrierefreiheit nicht Auslegungssache bleibt: Tastatur-Bedienbarkeit, ausreichender Kontrast, lesbare Strukturen, klare Beschriftungen, keine Zeitlimits ohne Alternative.
Warum AA und nicht AAA: WCAG kennt drei Stufen: A (Minimum), AA (Standard), AAA (höchster Anspruch). AA ist die Audit-relevante Schwelle, auf die sich Behörden, der EAA und der Grossteil der Branche stützt. AAA ist für viele Inhaltstypen praktisch nicht erreichbar (z. B. erfordert AAA Gebärdensprache für jedes Video).
Warum dich das betrifft: Wenn dein Angebot unter den European Accessibility Act fällt, ist WCAG 2.2 AA die technische Messlatte. Auch ausserhalb des EAA gilt: Barrierefreie Sites ranken bei Google besser, haben höhere Conversion-Raten (klare Strukturen helfen auch Menschen ohne Einschränkung) und schliessen weniger potenzielle Kundinnen aus.
Bei Webeo gehört WCAG 2.2 AA zum Standard-Scope jeder Site, nicht zu einem optionalen Add-on.